Mitsubishi Outlander PHEV

EV-Modus

Fahrt mit fast voller Batterie. Allrad-Antrieb durch Elektromotoren.

Serieller Hybrid-Modus

Antrieb mit den beiden E-Motoren. Verbrenner betreibt den Generator, um den Ladestand zu erhalten.

Paralleler Hybrid-Modus

Benzinmotor treibt die Vorderäder an. Dies geschieht bei leerer Batterie ab 65 km/h und bei voller Batterie ab 120 km/h

Rekuperation

Fahrzeug wird beim Ausrollen oder Bremsen geladen. Es stehen 5 Stufen zur Verfügung.

Starke Beschleunigung / schlüpfriger Untergrund

Benzinmotor treibt die Vorderräder an und lädt die Batterie. Hinterer Elektromotor unterstützt und stabilisiert das Fahrzeug.

Heizung im Stand

Es steht keine E-Heizung zur Verfügung. Deshalb springt bei eingeschalteter Heizung phasenweise der Benzinmotor an.

Mitsubishi Outlander PHEV - Antriebstechnik

Der Outlander PHEV beherrscht alle drei denkbaren Fahr-Modi:

  • EV (rein elektrisch)
  • serieller Hybrid (Verbrennungsmotor als Generator ohne Verbindung zu den Rädern)
  • paralleler Hybrid (Elektromotor und Verbrennungsmotor teilen sich den Antrieb, siehe Prius)

Die überwiegende Betriebsweise des Outlander PHEV ist bei voller Batterie der rein elektrische EV-Modus sowie bei leerer Batterie der serielle Hybrid-Antrieb. Während der Toyota Prius überwiegend im parallelen Hybrid-Modus fährt, ist der Outlander deutlich stärker ein Elektroauto, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass der Prius inneffizient ist. Der Outlander ist bei voller Batterie bis zu 120 km/h ausschließlich elektrisch unterwegs, sofern man ihn nicht mittels der Save- oder Charge-Taste in den Hybridmodus zwingt (zum Beispiel um die Energie der Batterie aufzusparen für Situationen, in denen sie nützlicher ist). Bei leerer Batterie fährt der Outlander immerhin bis 65 km/h im seriellen Hybridmodus. Der Antrieb findet also weiterhin rein elektrisch über die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse statt. Der Verbrennungsmotor läuft dann immer in der gleichen Drehzahl von ca. 1.200 Umdrehungen / Minute und generiert Strom. Jenseits der genannten Grenzen von 65 km/h bei leerer und 120 km/h bei voller Batterie arbeitet der Outlander-Antrieb im parallelen Hybrid-Modus und greift auf die Stärken des Verbrennungsmotors zurück. Dadurch ist der Outlander nicht nur ein leises und umweltschonendes Elektroauto sondern auch ein kraftvolles Reisegefährt auf Überlandfahrten. Selbst die Rekuperation, also die Rückgewinnung der Energie beim Bremsen, ist variabel. Über Schaltwippen am Lenkrad können 5 Stufen gewählt werden mit denen das Fahrzeug fast bis zum Stillstand abgebremst werden kann. Der Outlander PHEV war 2015 somit das kompletteste Hybridfahrzeug und ist es 2016 immer noch. Sie werden es spüren.

Mitsubishi Outlander PHEV - Ladetechnik

Der Outlander PHEV besitzt eine ca. 12 KW fassende Lithium-Ionen-Batterie. Das ist deutlich mehr als bei anderen Plug-In-Fahrzeugen. Oftmals werden die 52 km Reichweite des Outlander PHEV als wenig empfunden. Eine Reichweite von hundert oder noch mehr Kilometern würde jedoch bei einem Plug-In-Fahrzeug keinen Sinn ergeben. Wozu sollte man dann noch den schweren und wenig effizienten Verbrennungsmotor mit sich herumschleppen und diesen auch bezahlen?

Der Outlander PHEV kann sowohl per AC-Ladung (Wechsel- bzw. Drehstrom, max. 3,7 KW) als auch an einem DC-Schnelllade-Anschluss mit Chademo-Standard (Gleichstrom, max. 62,5 KW) geladen werden. Die AC-Ladung kann zu Hause an einer normalen Steckdose stattfinden. Dort dauert es dann ca. 5 Stunden, da nur Stromstärken von 8-10 Ampere zur Verfügung stehen. Die öffentlichen Ladestationen arbeiten mit 16 Amp. (real 13), wodurch der Ladevorgang auf etwa 3,5 Stunden verkürzt wird. Es gibt auch 32 Amp. AC-Stationen. Aber mit den dort möglichen 7,4 KW kann das interne 3,7 KW-Ladegerät des Outlanders nichts anfangen. Bei der DC-Chademo-Schnellladung werden Ladegeräte benutzt, die in die Säule integriert sind. Diese verarbeiten in Hamburg meist 20 KW. Damit dauert es dann etwa 25 Minuten bis man wieder elektrisch los düsen kann. Allerdings hat man dann nur einen Ladestand von 80 %, da sonst die Batterie überhitzen würde. Bei den DC-Ladungen bleibt man dann bis zum Ende der Ladung vor Ort.

In der bisherigen Ladepraxis wird unser Outlander zwei Mal täglich an einer öffentlichen AC-Säule geladen und zusätzlich zwei bis drei Mal an einer DC-Chademo-Station, wovon es im Moment allerdings weniger als 10 in ganz Hamburg gibt. Nach dem Hamburger Masterplan für Ladeinfrastruktur sollten es bis Ende 2016 eigentlich 70 sein. Ein schöner Nebenaspaekt ist, dass die Spaziergänge zu den AC-Ladesäulen (in der Regel pro Teilstrecke 10 Minuten) der Gesundheit dienen und fit halten.